Orgel-Förderverein St. Marien-Rachtig e.V.
54492 Zeltingen-Rachtig
- Leute in unserem Verein -
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Es stand in dem "Mittelmosel-Nachrichten (Auszug): Aus dem Gemeinderat:
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Es stand im:
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Bernkastel-Wittlich
ganz nah
vom 19. April 2004 |
Ein Schöpfer von Wein und Worten
Edmund Becker aus Rachtig pflegt seit seiner Kindheit den Dialekt seiner Heimat
ZELTINGEN-RACHTIG. Wenn Edmund Becker aus Rachtig so richtig loslegt mit seinen Gedichten, Versen und Geschichten, dann haben „Auswärtige" so ihre Müh' und Not, ihn zu verstehen. Denn:Der Rachtiger spricht perfekt Roachta Platt.
Der Winzer, dessen Weinbaubetrieb auf 250 Jahre Familientradition zurückblickt, liebt seine Heimat, ist leidenschaftlicher Winzer und schätzt die bodenständige Sprache. „Es gab leider Zeiten, da war Mundart verpönt, da galt sie als nicht hoffähig und nur der war gebildet, der Hochdeutsch sprach", erinnert sich der 61-jährige Rachtiger. Ihm habe es immer wehgetan, die heimische „Muttersprache" zu verleugnen, in der so viel Musik liege. In der eigenen Familie wurde noch Platt gesprochen und diese Ausdrucksweise sollte auf keinen Fall verloren gehen. „Rede, wie anem dat Maul gewachs is", so lautete sein Motto. Anfang der 60er Jahre begann Becker systematisch Mundart-Wörter zu sammeln und aufzulisten.
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| Na dann Prost! Edmund Becker aus Zeltingen-Rachtig liebt seine Heimat, ist leidenschaftlicher Winzer und schätzt die bodenständige Sprache. Foto: Marita Blahak |
Seine Großmutter Magdalena war ihm da eine große Hilfe. Aus den Wortern ließ er kleine Geschichten, Verse und Gedichte entstehen, diese „Zettelwirtschaft" sortierte er dann nach Themen. So kam im Laufe der Jahre ein stattlicher Mundart-Ordner zusammen. „Der Klang der Mundart ist einfach fantastisch, da wird was ausgedruckt, das in hochdeutscher Sprache nicht möglich ist", versichert er. 1962 amüsierte Becker bei einer Kappensitzung zum ersten Mal die Öffentlichkeit mit seinen Werken. Zu seinem Repertoire gehört mittlerweile alles, was mit dem alltäglichen Leben zu tun hat, Geschichten rund um den Wein, große und kleine Politik, selbst Erlebtes oder Überliefertes. „Usem Bähnche zum Gedenke", (der legendären Moseltalbahn zum Abschied) hat er ebenso Zeilen gewidmet wie den Hochwassernöten. Zeitgeschehen in Platt auszudrücken macht ihm großen Spaß. Er erzahlt über den alljährlichen Zug der Kraniche im Frühjahr und Herbst, die „krummen Dinger" (Binden der Reben in Herzform) oder die Stilllegung von Win-gerten in seinem Gedicht „Biste noch ze rette". Und nicht zu vergessen seine Anekdoten über seine Landsleute, die Rachtiger. Denn die werden in Roachta Platt ganz liebevoll die „Lempesfräßa" genannt. Und was Roachta Lempes ist, kann man in Beckers gleichnamigen Gedicht im Rachtiger Kochbuch nachlesen. Da sind noch weitere amüsante Verse aus Beckers Feder zu lesen. Der Rachtiger, der sich so liebevoll um die Erhaltung der Mundart kümmert, ist ein gefragter Mann bei den Veranstaltungen. Ob zugunsten der neuen Rachtiger Orgel, zum Rachtiger Straßenfest oder Weinfesten außerhalb, zu Geburtstagen oder zur Unterhaltung bei Busfahrten - Becker kann problemlos einen ganzen Abend füllen. Wer bei ihm zu Hause an Weinproben im tiefen Keller oder an Wanderungen durch die Weinberge teilnimmt, kommt ebenfalls in den Genuss seiner unkomplizierten Sprache. Na ja, für so manch einen Zuhörer klingt das vielleicht doch nicht so unkompliziert - aber keine Angst, Becker ist auch des Hochdeutschen mächtig und liefert gerne die Übersetzung. „Unser Dialekt kommt aber bestens bei Touristen und meinen Weinkunden an", verrät er. Gerne erinnert er sich an einen kürzli chen „Moselabend" bei einem Weinkunden in Hildesheim. Der Kunde, ein Gastwirt, servierte seinen Gästen einen typischen Moselabend mit Moselwein und moseltypischen Gerichten aus dem Rachtiger Kochbuch. Und zu der Mosel mit all ihren Facetten" gehört eben auch die typische Sprache, für die dann der Rachtiger Winzer der richtige Mann war.
Immer ein Notziblock neben dem Bett
ca/noj
Es stand in:
Landrätin ehrt fünf ehrenamlich Aktive mit Ehrennadel
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Insgesamt
fünf langjährig ehrenamtlich aktive Bürger erhielten von Landrätin
Beate Läsch-Weber die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz.
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In Anerkennung ihres besonderen ehrenamtlichen Engagements hat Ministerpräsident Kurt Beck fünf Bürgern der Verbandsgemeinden Manderscheid, Kröv-Bausendorf und Bernkastel-Kues die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz verliehen. In einer Feierstunde im Kreishaus überreichte Landrätin Beate Läsch-Weber die Auszeichnung an Peter Bayer aus Laufeld, Egon Kappes aus Zeltingen-Rachtig, Alwin Röder aus Hontheim-Wispelt und die Hontheimer Bürger Bruno und Franz-Josef Simonis. Anlass für diese Ehrung war das langjährige ehrenamtliche Engagement. Alle Geehrten sind seit vielen Jahren als Ratsrnitglieder, Beigeordnete oder Ortsvorsteher in ihren Gemeinden tätig. Darüber hinaus engagieren sie sich in zahlreichen Vereinen wie Kirchenchor, VdK Landesmusikjerband, Turn- und Sportverein oder Freiwilliger Feuerwehr. Landrätin Beate Läsch-Weber würdigte die Leistungen der fünf Geehrten im einzelnen und dankte ihnen für ihren unermüdlichen Einsatz. ,,Durch ihr ehrenamtliches Engagement haben sie sich um das Gemeinwohl verdient gemacht", erklärte die Kreischefin anerkennend. Den Glückwünschen der Landrätin schlossen sich die Vertreterin und Vertreter der Verbandsgemeinden und Ortsgemeinden gerne an.
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Es stand im: KONZERT Romantik mit vier Händen Orgelkonzert
des Ehepaares Theresia und Josef Thiesen GRAACH. (mim) Vor allem Werke der Romantik standen auf dem Programm des Weihnachtskonzert von Theresia und Josef Thiesen. Die "Fantasie d-moll zu vier Händen" von Adolph Friedrich Hesse war der Höhepunkt des Orgelkonzerts in der Graacher Pfarrkirche. Das aus vier Sätzen bestehende Werk "Fantasie d-moll zu vier Händen" stellte gleichzeitig auch den Abschluss des Konzerts dar. Nach einem ersten Satz, der hauptsächlich durch prägnante Akkorde gekennzeichnet ist, und einem zweiten, der ein Thema in verschiedenen Variationen aufgreift, stellt der Dritte lediglich eine Überleitung in den vierten Satz dar, der, mit sich überlagernden Themen und Variationen, alles von Orgel und Organisten abverlangt und schließlich in eine harmonische und gewaltig klingende Schlusssequenz übergeht. Theresia und Josef Thiesen spielten unter dem Titel "Christus ist geboren" ein Weihnachtskonzert, das hauptsächlich Werke aus der Romantik aufgriff. So begann das Ehepaar mit "Paraphrase über einen Chor aus "Judas Maccabäus" von Georg Friedrich Händel" von Alexandre Guilmant, bei dem deutliche Kontraste zwischen tiefen und hohen Stimmen vorherrschten. Richtig weihnachtlich wurde es mit der Melodie "O du Fröhliche" in seiner ursprünglichen Form und in sieben Variationen, komponiert von Gerard Bunk, einem Organist der Reinoldkirche in Dortmund. Auch barocke Musik von Johann Sebastian Bach und Johann Ludwig Krebs fand ihren Platz im Programm der beiden Organisten. Nachdem das von Bach geschriebene Thema aus "Wie schön leucht' uns der Morgenstern" in einer Komposition von Otto Malling auftauchte, erklang das originale Choralsvorspiel. Die historische Klais-Orgel,
die 1914 gebaut wurde, eignet sich besonders gut um die Musik der Epochen
Barock und Romantik zu spielen. "Sie hat einen Klang der äußerst
passend ist für Weihnachtsmusik und der auch sehr stimmungsvoll
die Romantische Musik ausdrücken kann", so Josef Thiesen. Das Stück
von Adolph Friedrich Hesse haben die Beiden auch kürzlich für
eine CD Produktion auf der Graacher Orgel gespielt. |
Diese
Seite hat erstellt: Hans-Heiko Stein, Deutschherrenstr. 49, 54492 Zeltingen-Rachtig
eMail an: HHStein@web.de
Datum
der letzten Überarbeitung: 12.08.2004